1978 Food Band

Wir konnten einen kleinen Erfolg verbuchen, ein Radioredakteur beim WDR war durch unsere Demos auf uns aufmerksam geworden und gab uns ein kleines Budget für eine Aufnahmesession im professionellen Studio N in Köln. Dort nahmen wir einige Songs auf und sammelten Erfahrungen wie man unter Top Bedingungen richtig fett produziert. Wolf schrieb fleißig weiter Songs und das Repertoire nahm langsam Gestalt an. Immer noch gab es Umbesetzungen doch im Laufe des Jahres kristallisierte sich eine schlagkräftige Besetzung heraus:

Wolf Maahn - Voc., Git.
Axel Heilhecker - Git., Voc.
Helmut Zerlett - Keyb., Voc.
Jan Dix - Drums, Voc.
Matthias Keul - Keyb., Bass, Voc.

Diese Besetzung schaffte dann schließlich das ersehnte Ziel: die deutsche Dependance von Electric Records aus London gab uns aufgrund unserer eingereichten Demos einen Record Deal. Wir waren sehr glücklich dass unser Traum in Erfüllung ging. Die Aufnahmen fanden in London in den renommierten Olympic und Roundhouse Studios statt. Ich fuhr unser Equipment über den Kanal, wir wohnten im Hotel und gingen für lange Aufnahmesessions bis zur Erschöpfung ins Studio und spielten unsere Songs ein. Produziert wurde das Album von dem englischen Produzenten Peter Ker, der in den 60er Jahren bei Arthur Brown Bass gespielt hatte. Peter war ein sehr freundlicher und geduldiger Typ, der uns Frischlinge so anfasste, dass das Beste von uns zum Vorschein kam. Wir konzentrierten uns auf unsere Mission die Songs so groovy wie möglich auf das 24 Spur Band zu bringen. Bis heute hat diese Platte einen Lieblingsplatz in meiner persönlichen Hitliste.
Kurios war, dass wir auf dem Weg zum Studio tagsüber die Punks auf den Strassen sahen, mit ihren Irokesenfrisuren, den Sicherheitsnadeln durch die Backen und Ratten auf den Schultern, ein Anblick den wir in Deutschland zu der Zeit noch nicht kannten.
Ein Highlight unseres Londonaufenthalts war ein Auftritt der Food Band im legendären Marquee Club. Hier hatten schon die Stones, Hendrix und viele Superstars gespielt, für uns als junge kölner Musiker war es wie ein Adelsschlag.

 

Weiter geht`s im Jahr 1979....